PIER News



Vom 24. bis zum 26. November lud die Nachwuchsgruppe Life Sciences mit ihren Kooperationspartnern, der PIER Hemholtz Graduate School und dem Deutschen Jungforschernetzwerk – JuFORUM e.V., zur ersten Emerging Science Convention Hamburg (ESCH) ans Deutsche Elektronen Synchrotron (DESY) nach Hamburg ein. Die Veranstaltung ging aus der Biotech Convention 2015 hervor und hatte das Ziel, neue Entwicklungen in den Biowissenschaften vorzustellen.

Nobelpreisträger Stephan Hell erläutert STED-Mikroskopie

Rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland fanden sich im Laufe des Donnerstagnachmittags am DESY ein und hatten zunächst die Gelegenheit, bei einem Glas Sekt miteinander ins Gespräch zu kommen, bevor Robert Blick im ersten Vortrag der Veranstaltung einen Einblick gab, wie Nanostrukturen in der DNA-Sequenzierung eingesetzt werden können. Daran schloss sich der Vortrag von Stefan Hell an, der das von ihm entwickelte Prinzip der STED-Mikroskopie erläuterte, die von ihm entwickelt worden war und für die er 2014 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Zudem beleuchtete er seinen Werdegang und ließ die Teilnehmer auch an seinen Eindrücken von der Nobelpreis-Verleihung teilhaben. Im Anschluss an die Vorträge fand das Conference Dinner statt, bei dem Redner und Teilnehmer bei indischem Essen in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen konnten.

Breakfast Meeting, Vorträge und Postersession

Der Freitag begann zunächst fernab des Hörsaals. Die meisten Tagungsteilnehmer hatten sich für eine Tour über das DESY-Gelände angemeldet und erhielten nach einem einführenden Film einen geführten Einblick in verschiedene Bereiche des DESY-Geländes. Parallel dazu nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, bei einem Frühstück in kleiner Runde mit Martin Stelzle über Ethik und Glauben ins Gespräch zu kommen. Nach dem Mittagessen sprach Tobias Spielmann über neue Methoden, Malariaerreger zu untersuchen. Anschließend hatten alle Teilnehmer, die ein Poster präsentierten, die Möglichkeit, Interesse für ihr Thema zu wecken, bevor die eigentliche Postersession, begleitet von Kaffee und Kuchen, begann. Hier gab es neben den Postern der iGEM-Teams aus München und Hamburg fünf weitere Poster zu den unterschiedlichsten Themen zu sehen. Im zweiten Block referierte Ingra Mannhardt über das Tissue Engineering von Herzmuskeln und ihre Bedeutung als Testsysteme für Medikamente und Laith Kadem stellte eine Oberflächenbeschichtung vor, mit der sich die Zelladhäsion lichtinduziert beeinflussen lässt. Um den Tag ausklingen zu lassen, gab es anschließend noch Glühwein und Hotdogs in gemütlicher Runde - ein Angebot, das gerne angenommen wurde.

Studentische Vorträge und Posterpreis

Den Samstag eröffnete Rolf Hilgenfeld mit seinem Vortrag über neue Viren und viralen Proteasen als Ansatzpunkt für Therapeutika. Daran anschließend sprach Martin Stelzle über „Organs-on-a-chip“, eine Form der Zellkultur, die in-vivo-Bedingungen deutlich besser abbildet als herkömmliche Zellkulturen. In der Mittagspause hatten alle Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit, an den Postern mit den Autoren ins Gespräch zu kommen. Nach der Mittagspause stellte Parisa Bayat im Student Talk vor, wie es möglich ist, einzelne DNAMoleküle in Echtzeit zu detektieren und Peter Kampmann erörterte verschiedene Probleme und Lösungsansätze der Tiefseerobotik.

Abschließend konnte sich Mia Rudolph darüber freuen, das beste Poster gestaltet zu haben; sie wurde dafür mit dem Posterpreis geehrt. Ein paar kurze Schlussworte später konnten die Teilnehmer dann in ihr wohlverdientes Wochenende starten.

Die Organisatoren möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, sich bei all denjenigen zu bedanken, die die ESCH2016 organisatorisch und/oder finanziell unterstützt haben: Die PIER Helmholtz Graduate School, das Deutsche Jungforschernetzwerk - JuFORUM e.V., die Joachim Herz Stiftung, die Claussen-Simon-Stiftung, altona Diagnostics, Biomol, jobvector, Lehmanns Media und natürlich die GBM. Ohne diese Hilfe wäre die ESCH nicht möglich gewesen.

Hamburg, 13.02.2017

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